Montag, 4. Mai 2015

Viel Besuch, viele Bilder

Der Blog wurde wieder mal vernachlaessigt, dafuer haben wir unsere Zeit mit Besuch verbracht. Zuerst kam meine Mama Ende Maerz, dann mein Papa.

Mit Sabine haben wir, wie schon vor 2 Jahren, eine Tour mit dem Wohnwagen gemacht. Diesmal sind wir zum ersten Mal in Richtung Sueden gefahren, und haben dort unter anderem White Sands besichtigt.

Und wir waren natuerlich auch an unserem hauseigenen Rio Grande.
White Sands ist ein Fleck schneeweisser Wueste mit feinstem Sand. Wir hatten grosses Glueck und waren an einem bewoelkten Tag dort, oft scheint die Sonne so stark, dass man nicht viel Zeit draussen verbringen kann.


Schlittenfahren auf den Duenen.

Sonnenuntergang
 Sabine hatte einen Drachen mitgebracht, und tatsaechlich war es abends windig genug, um ihne richtig hoch steigen zu lassen.


 Natuerlich waren wir auch in unserem eigenen Wald unterwegs:

Ganz hinten irgendwo ist unser Haus.


Blumenarrangement, das Paul selber gestaltet hat mit Tulpen aus dem Garten.

Mit meinem Papa haben wir viele Museen besucht...

Naturkundemuseum
Wissenschaftsmuseum - wir haben vor 2,5 Jahren mit Christians Eltern das gleiche Bild gemacht.

 ...die obligatorischen Wanderungen gemacht...


 ...und gegaertnert! Nachdem das von Michael angelegte Beet im letzten Jahr ein voller Erfolg war, haben wir uns von ihm beim Pflanzen von Tomaten, Paprika, Erdbeeren, Radischen und Melonen beraten lassen. Paul hat mitgeholfen:



Nachdem er wieder losgeflogen war, bin ich auf einem Spaziergang in einen Hagelstorm geraten. Das ist der Versuch eines Selfies (Selbstportraits) im Hagel. Tatsaechlich hat es in letzter Zeit mindestens einmal pro Woche gehagelt - kurioser Effekt des Lebens hinter den Bergen?


Und meine oberschenkellangen Haare habe ich abgeschnitten -  mir gefaellt's!


Liebe Gruesse!

Samstag, 14. März 2015

Fussball die Zweite

Pauls erste Fussballkarriere began vor zwei Jahren und endete vor einem Jahr und 11 Monaten. Es war eine kurze und intensive Beziehung, die genauso schnell wieder vorbei war wie sie begonnen hatte, nachdem er eines Morgens verkuendete, dass er auf keinen Fall mehr Fussball spielen mag.

Looking for dog training in Albuquerque?
Das hier ist ein Koyote hinter unserem Gartenzaun.

Und das hier ist Schnee vom vorletzten Wochenende.

Seit wir nun in den Bergen leben, sind Pauls Hobbies in Albuquerque sehr zeitaufwaendig. Ein Chorbesuch zum Beispiel dauert locker 2h - dabei sind nur 30min tatsaechlich mit Singen gefuellt, den Rest verbringen wir auf der Strasse. Auf der Suche nach einem Hobby, das er hier in Cedar Crest und Umgebung ausleben kann, stiessen wir - zum zweiten Mal - auf Fussball.

Jetzt ist es aber schon fast Sommer!

Sommer mit viel Matsch.

Generell gibt es hier sehr wenige Vereine. Mein Hundesport - privat organsisiert (ganz weit hinten in meinem Gehirn gibt es diesen Plan, den ersten Agilityverein in New Mexico zu gruenden...). Chor - von der Kirche organiziert. Staatliche Musikschule - nicht vorhanden. Sportaktivitaeten - kosten meistens $15 und mehr pro Gruppenstunde.
Umso gluecklicher waren wir, als wir sahen, dass es tatsaechlich einen Kinderfussballverein hier in unseren Bergen gibt! Wir meldeten Paul sofort an, allerdings kam er auf die Warteliste - zu wenige Trainer und zu viele Kinder.

Abendjoggingrunde.
Ja, das sind viele Naturbilder. Ja, da werden noch viel mehr kommen.
Als analytische Menschen war uns sofort klar, dass dieses Problem unter anderem durch "mehr Trainer" geloest werden kann. So kam es, dass sich Christian nun zum Kinderfussballtrainer ausbilden laesst.

Das hier zum Beispiel.

Oder das.
Nach einem absolvierten Onlinetraining ist heute die Praktik dran. Und ab naechstem Wochenende gehen Samstags nicht nur ein, sondern zwei Trottmaenner zum Fussballplatz.

Paul noch im Schlafanzug, Christian bereit zum Spiel!

Liebe Gruesse!



Sonntag, 8. März 2015

Kindermund

Paul war gut drauf in den letzten Wochen.

"Mama, darf ich dir einen Kosenamen geben?"
-"Gerne"
"Wie waer's mit Fetti?"

etwas spaeter

"Mama, ich habe mir einen anderen Kosenamen ueberlegt. Schwabbeli."
-"?"
"Schwabbeli, weil dein Bauch so schwabbelig ist."



In der Schule erklaerte er dem Erzieher:
"Manchmal hoeren Dinge auf zu funktionieren. Man muss naemlich dafuer bezahlen. Manchmal haben wir kein Geld mehr uebrig, und dann funktionieren unsere Geraete nicht mehr"
(als wir heute darueber sprachen, kam heraus, dass er dachte, jedes Mal wenn es einen Stromausfall gibt, liegt das daran, dass wir nicht mehr bezahlen koennen)


"Paul, willst du spaeter mal heiraten?"
-"Aber ich will bei Mama und Papa wohnen"
"Naja, dein Partner koennte ja auch hier wohnen"
-"Auf gar keinen Fall erlauben wir Fremde in unserem Haus!"



"Mama, ich wuesste einen guten Beruf fuer dich. Etwas, das du gut kannst."
(ich, geschmeichelt in Erwartung eines Komplimentes) "Ja, was denn?"
"Du koenntest in die Haeuser anderer Leute gehen und dort putzen."


"Mama, magst du, wie weich mein Aermel ist?"
(Paul reibt ihn an meiner Wange entlang)
-"Danke, er ist wirklich sehr schoen weich."
"Ich habe etwas raufgetan, damit er sich so schoen anfuehlt. Etwas aus meinem Mund."



"Wonderwoman ist komisch. Sie hat nichtmal ein T-Shirt oder Hosen an."

Montag, 23. Februar 2015

Angekommen.

Vor 3 Wochen sind wir nun umgezogen.

Der Umzug selbst war ein Abenteuer, denn passender Weise war in Albuquerque so schlechtes Wetter wie sonst nie. Kalt, nass, Schneeregen, und matschig. Es ist sonst nie matschig in Albuquerque.
Und an unserem neuen Haus hinter den Bergen lag eine Menge Schnee, sodass die Umzugstransporter nicht ganz den Berg unserer Einfahrt hochfahren konnten, ein Helfer am Berg haengen blieb und wir unsere Moebel und Kisten ein extra Stueck schleppen mussten.

Altes Haus am Umzugstag.

Mit der tatkraeftigen Mithilfe von Christians Kollegen haben wir es jedenfalls geschafft und leben jetzt dort, wo andere Urlaub machen. Jeden Tag gehen Paul und ich nun in den Wald, das ist einfach klasse. Das Fahren in die Stadt laeuft auch besser, als ich gedacht haette, und wir sind sehr zufrieden mit unserer Entscheidung, aus Albuquerque weg zu ziehen.

Wie im Urlaub mit richtig gutem Wetter. Das Foto ist uebrigens aus unserem Garten.

Und das ist der Wohnzimmerfensterblick.
An den Flaggenmast kommt eventuell eine Thueringer Flagge. Nur zur Verwirrung der Nachbarn.
Noch mehr Sonne, Schnee und Wald.
Und eins von heute Morgen.

Weil es langweilig waere, wenn alles gleich funktioniert, haben wir nun einigen Aerger mit dem alten Haus. Davon lassen wir uns aber die Laune nicht verderben.

Fuer extra gute Laune ein Bild von einem Hund, der im Schnee in der Sonne seinen Teddy im Arm haelt.


Liebe Gruesse!

Freitag, 23. Januar 2015

Wir sind dann mal im Wald.

Dem fleissigen Leser unseres Blogs mag aufgefallen sein, dass wir fuer unsere Verhaeltnisse schon lange nicht mehr umgezogen sind. Deshalb wird das jetzt nachgeholt zum 31.1.

Wir waren schon einige Zeit sicher, dass wir nicht langfristig in unserem jetztigen Haus wohnen wollen. Waehrend es wirklich sehr schoen ist, liegt es leider in einem schlechten Schulbezirk. Im Gegensatz zu Deutschland gibt es zwischen den oeffentlichen Schulen (besonders hier in New Mexico) in verschiedenen Stadtteilen drastische Unterschiede, und unsere Schule fiel leider unter "drastisch schlecht"...

Wir schauten uns also nach den besseren Grundschulen um, und eine der besten Grundschulen liegt mitten in den Bergen, in denen wir so gerne wandern gehen. Guter Zufall :)

Die Haussuche hatten wir eigentlich fuer April und Mai geplant, da erst dann unser Mietvertrag auslaeuft. Um Weihnachten herum jedoch erreichte uns die Nachricht, dass die Besitzer des Hauses sich scheiden lassen wollen und wir jederzeit kuendigen koennen. Das war praktisch fuer uns. Also fingen wir an zu suchen. Haus Nummer 5 oder 6 war dann auch schon genau das, was wir gesucht hatten: mitten im Wald, trotzdem relativ nah an Christians Arbeit (er wird eine genauso lange Fahrt wie jetzt schon haben), in einer gated community (d.h. mit grossem Zaun um alle Haeuser herum - gut fuer meine Nerven, wenn Christian auf Dienstreise faehrt). Das Haus selber sieht aus wie ein Ferienhaus, ist sehr gemuetlich uuuund: Es gibt dort im Winter richtig viel Schnee!

Als Umzugsspezialist fing ich schon 4 Wochen vor dem geplanten Umzugsdatum an, zu packen und zu organisieren und wegzuwerfen. Um alles etwas spannender zu machen, wurden Paul und ich dann von einer Grippe fuer 10 Tage ausser Betrieb gesetzt. Nun geht es uns gerade wieder besser, und wir haben noch eine Woche fuer den Endspurt.

Ein kurzer und knapper Eintrag.  Bilder gibt es, wenn wir umgezogen sind.

Liebe Gruesse!

Freitag, 2. Januar 2015

Frohes neues Jahr - mit einem Best of 2014

Liebe Leser, nun wuenschen wir euch gleich noch ein frohes neues Jahr.
Hier sind die besten Aussprueche von Paul aus 2014, die zu schade sind, um nicht geteilt zu werden!


Die Liebesbekundungen

"Gibt es in deiner Schule jemanden, den du heiraten willst, Paul?"
-"Wieso sagst du so etwas? Willst du, dass ich euch verlasse? Ich habe schon eine Frau, und das ist Mama. Ich bleibe fuer immer bei meiner Familie wohnen."

"Wenn ich ein Polizeimann bin, mache ich den ganzen Haushalt. Waesche waschen, Holz holen und alles kaufen was ihr wollt."

"Als ich noch ganz klein war, war ich erst bei einer anderen Mama im Bauch. Aber dann bin ich schnell in deinen Bauch gekrabbelt!"


Die Fehlannahmen

"Wenn jemand stirbt, kommt er in eine Fabrik. Dort wird er ausgestopft und dann bringt man ihn ins Museum, damit die Leute ihn immer ansehen koennen."

"Als ich ein Baby war, habt ihr mich zum Mittagsschlaf in mein Bett in an anderen Zimmer gelegt. Und dort habe ich dann alleine geweint."
(Nein, so war das nicht!)


Die Zukunftplaene

"Ich arbeite spaeter bei der Polizei hier um die Ecke. Dann kann ich immer noch zu Hause wohnen und ihr koennt mich auch in der Mittagspause besuchen kommen."

"Ich moechte spaeter 7 Kinder haben. Mama kuemmert sich um die."
-"Wo sollen die denn alle schlafen?"
"Unten im Kinderzimmer gibt es ein freies Bett! Und ich schlafe weiter bei euch beiden."


Der Moment, in dem man sich fragt, ob alles richtig gelaufen ist...


"Mach mir das Fruehstueck noch mal, das schmeckt ueberhaupt nicht!"
-"Paul, es macht mich traurig, wenn du sowas sagst."
"Du musst nicht traurig sein. Wenn man etwas falsch macht, kann man es einfach nochmal versuchen!"


...und der Moment, in dem man weiss, dass alles richtig gelaufen ist.

"Ich habe so schlechte Kekse fuer die Muettergruppe gebacken. Ich will dort morgen nicht hin mit so schlechten Keksen."
-"Mama, du musst dort morgen nicht hin. Du musst ueberhaupt nichts tun. Sei einfach du selbst und tu die Dinge, die dich gluecklich machen, darauf kommt es an im Leben!"


Liebe Gruesse!

Freitag, 26. Dezember 2014

Frohe Weihnachten!

Wir wuenschen allen Familienmitglieder, Freunden, Bekannten und sonstigen Bloglesern frohe Weihnachten!




Christian hat nach amerikanischen Massstaeben unverschaemt viel Glueck und muss erst am 5.1.2015 wieder arbeiten - bei anderen Arbeitgebern muss teilweise schon am 26. wieder angetanzt werden. Pauls Kindergarten hat auch bis in den Januar geschlossen und so haben wir alle einen richtigen Weihnachtsurlaub.

Dynamischer Hund im Schnee bei Sonnenschein. Hach.


Puentklich vorm Jahreswechsel hat auch Christians Jobumstellung funktioniert - seit einer Woche ist er nun unbefristet angestellter Wissenschaftler. Um das zu feiern, hatten wir einen Kurztrip nach Taos geplant.

SO. SCHOEN. War es da!


Taos liegt ca. 3h nordwestlich von Albuquerque und ist ein Skigebiet, das gar nicht wie New Mexico aussieht, sondern eher wie die Alpen. Geplant war, dass Christian Ski faehrt, Paul in die Skischule geht und ich mit den Hunden wandere. Leider hat Paul vor Ort entschieden, dass er unter keinen Umstaenden die Skischule besuchen wuerde, und so sind haben wir einen guten Teil der Skiurlaubszeit im Auto wartend auf Christian verbracht - denn ausser Ski fahren gibt es nicht viel zu erleben in einem Skidorf.


So wunder-wunder-schoen.

Das ist das letzte Hunde- und Schneebild, versprochen.

Heilig Abend war dann sehr geruhsam fuer uns, da Christian eine Chorpause macht und so keine Singverpflichtungen hatte. Wir hatten viel Freude beim Geschenkeauspacken, die Flut an Paeckchen war dieses Jahr wahnsinnig und es hat uns unheimlich gefreut, dass so viele fuer uns etwas losgeschickt hatten.


Reich beschenkt!

Ich hatte Kekse selbst gebacken und wollte sie Christian mitgeben an seine Arbeit mit einem Spendenglas mit der Aufschrift "Unterstuetze eine arbeitslose junge Mutter!" (mich)
Leider war das nicht erlaubt.

Liebe Gruesse!