Freitag, 23. Januar 2015

Wir sind dann mal im Wald.

Dem fleissigen Leser unseres Blogs mag aufgefallen sein, dass wir fuer unsere Verhaeltnisse schon lange nicht mehr umgezogen sind. Deshalb wird das jetzt nachgeholt zum 31.1.

Wir waren schon einige Zeit sicher, dass wir nicht langfristig in unserem jetztigen Haus wohnen wollen. Waehrend es wirklich sehr schoen ist, liegt es leider in einem schlechten Schulbezirk. Im Gegensatz zu Deutschland gibt es zwischen den oeffentlichen Schulen (besonders hier in New Mexico) in verschiedenen Stadtteilen drastische Unterschiede, und unsere Schule fiel leider unter "drastisch schlecht"...

Wir schauten uns also nach den besseren Grundschulen um, und eine der besten Grundschulen liegt mitten in den Bergen, in denen wir so gerne wandern gehen. Guter Zufall :)

Die Haussuche hatten wir eigentlich fuer April und Mai geplant, da erst dann unser Mietvertrag auslaeuft. Um Weihnachten herum jedoch erreichte uns die Nachricht, dass die Besitzer des Hauses sich scheiden lassen wollen und wir jederzeit kuendigen koennen. Das war praktisch fuer uns. Also fingen wir an zu suchen. Haus Nummer 5 oder 6 war dann auch schon genau das, was wir gesucht hatten: mitten im Wald, trotzdem relativ nah an Christians Arbeit (er wird eine genauso lange Fahrt wie jetzt schon haben), in einer gated community (d.h. mit grossem Zaun um alle Haeuser herum - gut fuer meine Nerven, wenn Christian auf Dienstreise faehrt). Das Haus selber sieht aus wie ein Ferienhaus, ist sehr gemuetlich uuuund: Es gibt dort im Winter richtig viel Schnee!

Als Umzugsspezialist fing ich schon 4 Wochen vor dem geplanten Umzugsdatum an, zu packen und zu organisieren und wegzuwerfen. Um alles etwas spannender zu machen, wurden Paul und ich dann von einer Grippe fuer 10 Tage ausser Betrieb gesetzt. Nun geht es uns gerade wieder besser, und wir haben noch eine Woche fuer den Endspurt.

Ein kurzer und knapper Eintrag.  Bilder gibt es, wenn wir umgezogen sind.

Liebe Gruesse!

Freitag, 2. Januar 2015

Frohes neues Jahr - mit einem Best of 2014

Liebe Leser, nun wuenschen wir euch gleich noch ein frohes neues Jahr.
Hier sind die besten Aussprueche von Paul aus 2014, die zu schade sind, um nicht geteilt zu werden!


Die Liebesbekundungen

"Gibt es in deiner Schule jemanden, den du heiraten willst, Paul?"
-"Wieso sagst du so etwas? Willst du, dass ich euch verlasse? Ich habe schon eine Frau, und das ist Mama. Ich bleibe fuer immer bei meiner Familie wohnen."

"Wenn ich ein Polizeimann bin, mache ich den ganzen Haushalt. Waesche waschen, Holz holen und alles kaufen was ihr wollt."

"Als ich noch ganz klein war, war ich erst bei einer anderen Mama im Bauch. Aber dann bin ich schnell in deinen Bauch gekrabbelt!"


Die Fehlannahmen

"Wenn jemand stirbt, kommt er in eine Fabrik. Dort wird er ausgestopft und dann bringt man ihn ins Museum, damit die Leute ihn immer ansehen koennen."

"Als ich ein Baby war, habt ihr mich zum Mittagsschlaf in mein Bett in an anderen Zimmer gelegt. Und dort habe ich dann alleine geweint."
(Nein, so war das nicht!)


Die Zukunftplaene

"Ich arbeite spaeter bei der Polizei hier um die Ecke. Dann kann ich immer noch zu Hause wohnen und ihr koennt mich auch in der Mittagspause besuchen kommen."

"Ich moechte spaeter 7 Kinder haben. Mama kuemmert sich um die."
-"Wo sollen die denn alle schlafen?"
"Unten im Kinderzimmer gibt es ein freies Bett! Und ich schlafe weiter bei euch beiden."


Der Moment, in dem man sich fragt, ob alles richtig gelaufen ist...


"Mach mir das Fruehstueck noch mal, das schmeckt ueberhaupt nicht!"
-"Paul, es macht mich traurig, wenn du sowas sagst."
"Du musst nicht traurig sein. Wenn man etwas falsch macht, kann man es einfach nochmal versuchen!"


...und der Moment, in dem man weiss, dass alles richtig gelaufen ist.

"Ich habe so schlechte Kekse fuer die Muettergruppe gebacken. Ich will dort morgen nicht hin mit so schlechten Keksen."
-"Mama, du musst dort morgen nicht hin. Du musst ueberhaupt nichts tun. Sei einfach du selbst und tu die Dinge, die dich gluecklich machen, darauf kommt es an im Leben!"


Liebe Gruesse!

Freitag, 26. Dezember 2014

Frohe Weihnachten!

Wir wuenschen allen Familienmitglieder, Freunden, Bekannten und sonstigen Bloglesern frohe Weihnachten!




Christian hat nach amerikanischen Massstaeben unverschaemt viel Glueck und muss erst am 5.1.2015 wieder arbeiten - bei anderen Arbeitgebern muss teilweise schon am 26. wieder angetanzt werden. Pauls Kindergarten hat auch bis in den Januar geschlossen und so haben wir alle einen richtigen Weihnachtsurlaub.

Dynamischer Hund im Schnee bei Sonnenschein. Hach.


Puentklich vorm Jahreswechsel hat auch Christians Jobumstellung funktioniert - seit einer Woche ist er nun unbefristet angestellter Wissenschaftler. Um das zu feiern, hatten wir einen Kurztrip nach Taos geplant.

SO. SCHOEN. War es da!


Taos liegt ca. 3h nordwestlich von Albuquerque und ist ein Skigebiet, das gar nicht wie New Mexico aussieht, sondern eher wie die Alpen. Geplant war, dass Christian Ski faehrt, Paul in die Skischule geht und ich mit den Hunden wandere. Leider hat Paul vor Ort entschieden, dass er unter keinen Umstaenden die Skischule besuchen wuerde, und so sind haben wir einen guten Teil der Skiurlaubszeit im Auto wartend auf Christian verbracht - denn ausser Ski fahren gibt es nicht viel zu erleben in einem Skidorf.


So wunder-wunder-schoen.

Das ist das letzte Hunde- und Schneebild, versprochen.

Heilig Abend war dann sehr geruhsam fuer uns, da Christian eine Chorpause macht und so keine Singverpflichtungen hatte. Wir hatten viel Freude beim Geschenkeauspacken, die Flut an Paeckchen war dieses Jahr wahnsinnig und es hat uns unheimlich gefreut, dass so viele fuer uns etwas losgeschickt hatten.


Reich beschenkt!

Ich hatte Kekse selbst gebacken und wollte sie Christian mitgeben an seine Arbeit mit einem Spendenglas mit der Aufschrift "Unterstuetze eine arbeitslose junge Mutter!" (mich)
Leider war das nicht erlaubt.

Liebe Gruesse!

Sonntag, 16. November 2014

Urlaubsbericht

Nun ist unser Urlaub schon wieder einige Wochen her.
(Dieser Blogeintrag begann urspruenglich mit dem Satz "Gestern Nacht sind wir aus Deutschland wiedergekommen" - da war ich etwas sehr optimistisch, was die Fertigstellungsdauer des Textes anging...)

Paul hat Deutschland mit zwei Milchzaehnen weniger wieder verlassen.


Paul und ich hatten uns diesmal wirklich viel Zeit genommen, und waren insgesamt 5 Wochen in der Heimat, waehrend Christian fuer die letzten 10 Tage mit dazu kam.

Fruehstueckskasper!

Ich bin richtig zufrieden mit diesem Urlaub, der doch eine ganze Weile laenger dauerte als die bisherigen, und habe das Gefuehl, dass wir dieses Mal endlich alle sehen konnten, die uns wichtig waren.

Ueber Tische und Sofas...

Nach dem Hinflug Ende September (uebrigens das erste Mal, dass ich alleine mit Paul den Atlantik ueberquerte) waren wir erst 4 Tage in Falkensee, und fuhren dann nach Stuetzerbach. Dort hatten wir Ilmenau-Nostalgie der Extraklasse - vom Schwimmbad, in dem ich schon als Nichtschwimmer baden gegangen bin, ueber meinen alten Chor hin zu Pauls und meinen Freunden, Bachspringen und Bachfallen im Thueringer Wald und sogar einem grossen Familientreffen war alles dabei. Wieder einmal dachte ich, dass ich jederzeit zurueck nach Ilmenau ziehen wuerde - leider ist dort die Supercomputer-Branche noch nicht sehr gut ausgebaut ;-)


Und Kaffeekochen gelernt!

Mitte Oktober fuhren Paul und ich zurueck nach Falkensee, trafen dort Christian und blieben noch 9 Tage. Paul wurde wie immer von frueh bis abends bespielt und wir Erwachsenen von vorne bis hinten verwoehnt.

Boot einholen mit der Familie.

Und jetzt haben wir schon wieder Besuch, diesmal von meinem Vati, aber dazu gibt es (hoffentlich frueher als spaeter) einen neuen Blogeintrag.

Liebe Gruesse!


Samstag, 6. September 2014

Erlebnisse der letzten Wochen

Geburtstag!

Fuenf Jahre ist unser Paul jetzt schon. Fast die Haelfte davon haben wir hier in den USA verbracht, und wir freuen uns so, dass wir trotz der Entfernung engen Kontakt zu allen Familienmitgliedern behalten haben. Der Geburtstagstisch zeigt, dass von ueberall an Paul gedacht wurde:






 Gefroren

Wenn die Temperatur morgens unter 25 Grad Celsius faellt, muss man sich schon gut anziehen zum Huehner fuettern.





Gebastelt




 Gehirn erschuettert

Damit es nicht langweilig wird, habe ich mir am Wochenende nach Pauls Geburtstag eine Gehirnerschnuetterung zugezogen. Im Kindermuseum.
Erst dachte ich, dass es zu diesem Punkt kein Foto geben kann, aber bei der Durchsicht der Bilder habe ich gesehen, dass es tatsaechlich ein Bild der Uebeltaeter gibt, das ich einige Minuten vor dem Unfall gemacht hatte.

Der Herr rechts im Bild baut so einen echt hohen Turm, aus echt schweren und grossen Bausteinen - der oberste hat mich erwischt.


 Gekaspert

 



Gebaut

Paul hatte im Juni verkuendet, dass er nach seinem Geburtstag in einem eigenen Bett schlafen will, woraufhin Christian versprach, ihm ein Polizeibett fuer diesen Anlass zu bauen.


 


 

Paul hat seit seinem Geburtstag das Bettwechselalter allerdings auf 8 Jahre erhoeht.



Gewandert!

Ich komme ja jetzt in das Alter, in dem man sich wirklich erfreuen kann an der Natur, an schoenen Aussichten und am einfach-nur-laufen (schade Mama - nur ein paar Jahre zu spaet!).



Hoehle entdeckt.

So schoen sieht es hier aus!
 

 



 Geflogen

Von der Couch (beabsichtigt).




Geregnet

Und gleich wieder dick angezogen. Ein Kind, das in der Wueste aufwaechst, ist stets darauf bedacht, schlechtem Wetter auf keinen Fall unvorbereitet zu begegnen.




Geforscht

Im Naturkundemuseum:

 



 Gegruesst! ;-)



Samstag, 16. August 2014

Fahrradfahrer!

5 Jahre ist Paul diesen Dienstag alt geworden - zum Geburtstag gab es (neben einer grossen Menge anderer toller Geschenke!) ein Fahrrad von Zugopi und -oma.

3 Jahre Laufraderfahrung und ein bisschen Trainingstheorie haben sich gelohnt - hier ist ein Video, aufgenommen 24h nachdem wir das Fahrrad gekauft haben.



(Auf das Dreieck klicken, um den Film zu starten)


In Englisch wuerde man sagen: Nailed it.
(schwierig zu uebersetzen - etwa: voellig klasse hingekriegt)

Liebe Gruesse!

Mittwoch, 6. August 2014

Kindermund

Paul: "Mama, du riechst nach Kacke."
-"Hmm...das ist nicht sehr freundlich?"
"Ach, ich meine nicht, dass dein Rock oder deine Waesche nach Kacke riechen. Die riechen ganz normal.
Es ist dein Kopf und deine Arme und Beine, die stinken!
Beruhigt dich das?"


Aehm...eher nicht.