Freitag, 26. Dezember 2014

Frohe Weihnachten!

Wir wuenschen allen Familienmitglieder, Freunden, Bekannten und sonstigen Bloglesern frohe Weihnachten!




Christian hat nach amerikanischen Massstaeben unverschaemt viel Glueck und muss erst am 5.1.2015 wieder arbeiten - bei anderen Arbeitgebern muss teilweise schon am 26. wieder angetanzt werden. Pauls Kindergarten hat auch bis in den Januar geschlossen und so haben wir alle einen richtigen Weihnachtsurlaub.

Dynamischer Hund im Schnee bei Sonnenschein. Hach.


Puentklich vorm Jahreswechsel hat auch Christians Jobumstellung funktioniert - seit einer Woche ist er nun unbefristet angestellter Wissenschaftler. Um das zu feiern, hatten wir einen Kurztrip nach Taos geplant.

SO. SCHOEN. War es da!


Taos liegt ca. 3h nordwestlich von Albuquerque und ist ein Skigebiet, das gar nicht wie New Mexico aussieht, sondern eher wie die Alpen. Geplant war, dass Christian Ski faehrt, Paul in die Skischule geht und ich mit den Hunden wandere. Leider hat Paul vor Ort entschieden, dass er unter keinen Umstaenden die Skischule besuchen wuerde, und so sind haben wir einen guten Teil der Skiurlaubszeit im Auto wartend auf Christian verbracht - denn ausser Ski fahren gibt es nicht viel zu erleben in einem Skidorf.


So wunder-wunder-schoen.

Das ist das letzte Hunde- und Schneebild, versprochen.

Heilig Abend war dann sehr geruhsam fuer uns, da Christian eine Chorpause macht und so keine Singverpflichtungen hatte. Wir hatten viel Freude beim Geschenkeauspacken, die Flut an Paeckchen war dieses Jahr wahnsinnig und es hat uns unheimlich gefreut, dass so viele fuer uns etwas losgeschickt hatten.


Reich beschenkt!

Ich hatte Kekse selbst gebacken und wollte sie Christian mitgeben an seine Arbeit mit einem Spendenglas mit der Aufschrift "Unterstuetze eine arbeitslose junge Mutter!" (mich)
Leider war das nicht erlaubt.

Liebe Gruesse!

Sonntag, 16. November 2014

Urlaubsbericht

Nun ist unser Urlaub schon wieder einige Wochen her.
(Dieser Blogeintrag begann urspruenglich mit dem Satz "Gestern Nacht sind wir aus Deutschland wiedergekommen" - da war ich etwas sehr optimistisch, was die Fertigstellungsdauer des Textes anging...)

Paul hat Deutschland mit zwei Milchzaehnen weniger wieder verlassen.


Paul und ich hatten uns diesmal wirklich viel Zeit genommen, und waren insgesamt 5 Wochen in der Heimat, waehrend Christian fuer die letzten 10 Tage mit dazu kam.

Fruehstueckskasper!

Ich bin richtig zufrieden mit diesem Urlaub, der doch eine ganze Weile laenger dauerte als die bisherigen, und habe das Gefuehl, dass wir dieses Mal endlich alle sehen konnten, die uns wichtig waren.

Ueber Tische und Sofas...

Nach dem Hinflug Ende September (uebrigens das erste Mal, dass ich alleine mit Paul den Atlantik ueberquerte) waren wir erst 4 Tage in Falkensee, und fuhren dann nach Stuetzerbach. Dort hatten wir Ilmenau-Nostalgie der Extraklasse - vom Schwimmbad, in dem ich schon als Nichtschwimmer baden gegangen bin, ueber meinen alten Chor hin zu Pauls und meinen Freunden, Bachspringen und Bachfallen im Thueringer Wald und sogar einem grossen Familientreffen war alles dabei. Wieder einmal dachte ich, dass ich jederzeit zurueck nach Ilmenau ziehen wuerde - leider ist dort die Supercomputer-Branche noch nicht sehr gut ausgebaut ;-)


Und Kaffeekochen gelernt!

Mitte Oktober fuhren Paul und ich zurueck nach Falkensee, trafen dort Christian und blieben noch 9 Tage. Paul wurde wie immer von frueh bis abends bespielt und wir Erwachsenen von vorne bis hinten verwoehnt.

Boot einholen mit der Familie.

Und jetzt haben wir schon wieder Besuch, diesmal von meinem Vati, aber dazu gibt es (hoffentlich frueher als spaeter) einen neuen Blogeintrag.

Liebe Gruesse!


Samstag, 6. September 2014

Erlebnisse der letzten Wochen

Geburtstag!

Fuenf Jahre ist unser Paul jetzt schon. Fast die Haelfte davon haben wir hier in den USA verbracht, und wir freuen uns so, dass wir trotz der Entfernung engen Kontakt zu allen Familienmitgliedern behalten haben. Der Geburtstagstisch zeigt, dass von ueberall an Paul gedacht wurde:






 Gefroren

Wenn die Temperatur morgens unter 25 Grad Celsius faellt, muss man sich schon gut anziehen zum Huehner fuettern.





Gebastelt




 Gehirn erschuettert

Damit es nicht langweilig wird, habe ich mir am Wochenende nach Pauls Geburtstag eine Gehirnerschnuetterung zugezogen. Im Kindermuseum.
Erst dachte ich, dass es zu diesem Punkt kein Foto geben kann, aber bei der Durchsicht der Bilder habe ich gesehen, dass es tatsaechlich ein Bild der Uebeltaeter gibt, das ich einige Minuten vor dem Unfall gemacht hatte.

Der Herr rechts im Bild baut so einen echt hohen Turm, aus echt schweren und grossen Bausteinen - der oberste hat mich erwischt.


 Gekaspert

 



Gebaut

Paul hatte im Juni verkuendet, dass er nach seinem Geburtstag in einem eigenen Bett schlafen will, woraufhin Christian versprach, ihm ein Polizeibett fuer diesen Anlass zu bauen.


 


 

Paul hat seit seinem Geburtstag das Bettwechselalter allerdings auf 8 Jahre erhoeht.



Gewandert!

Ich komme ja jetzt in das Alter, in dem man sich wirklich erfreuen kann an der Natur, an schoenen Aussichten und am einfach-nur-laufen (schade Mama - nur ein paar Jahre zu spaet!).



Hoehle entdeckt.

So schoen sieht es hier aus!
 

 



 Geflogen

Von der Couch (beabsichtigt).




Geregnet

Und gleich wieder dick angezogen. Ein Kind, das in der Wueste aufwaechst, ist stets darauf bedacht, schlechtem Wetter auf keinen Fall unvorbereitet zu begegnen.




Geforscht

Im Naturkundemuseum:

 



 Gegruesst! ;-)



Samstag, 16. August 2014

Fahrradfahrer!

5 Jahre ist Paul diesen Dienstag alt geworden - zum Geburtstag gab es (neben einer grossen Menge anderer toller Geschenke!) ein Fahrrad von Zugopi und -oma.

3 Jahre Laufraderfahrung und ein bisschen Trainingstheorie haben sich gelohnt - hier ist ein Video, aufgenommen 24h nachdem wir das Fahrrad gekauft haben.



(Auf das Dreieck klicken, um den Film zu starten)


In Englisch wuerde man sagen: Nailed it.
(schwierig zu uebersetzen - etwa: voellig klasse hingekriegt)

Liebe Gruesse!

Mittwoch, 6. August 2014

Kindermund

Paul: "Mama, du riechst nach Kacke."
-"Hmm...das ist nicht sehr freundlich?"
"Ach, ich meine nicht, dass dein Rock oder deine Waesche nach Kacke riechen. Die riechen ganz normal.
Es ist dein Kopf und deine Arme und Beine, die stinken!
Beruhigt dich das?"


Aehm...eher nicht.

Sonntag, 3. August 2014

Ein Thueringer Wochenende

ACHTUNG: Es gibt ab jetzt die Moeglichkeit, per Mail ueber neue Blogeintraege informiert zu werden.
Mein Hauptbeweggrund dafuer war, dass ich normaler Weise zwei Wochen zwischen Blogeintraegen warte, um sicher zu gehen, dass die meisten den letzten Eintrag gelesen haben und nichts "untergeht". (Was natuerlich nicht heisst, dass es nicht manchmal deutlich laenger werden kann...)
Mit dieser selbst erdachten Regel nutze ich aber einige Moeglichkeiten zwischendrin nicht, in denen ich Zeit und/oder Inspiration haette um zu schreiben. Indem der Blog abonniert werden kann, kann ich also nun so oft oder selten posten, wie es passt - ihr erfahrt es jeweils sofort.


An der rechten Seite dieser Website steht "Follow by email" (oder event. "Per Email abonnieren" oder aehnliches), darunter ist eine Zeile, in die man etwas eintragen kann. Dort tragt ihr eure Email-Adresse ein und klickt "ok" bzw. "submit"  (oder was auch immer auf dem Button daneben steht).

Ihr bekommt dann zu eurer Email-Adresse eine englische Nachricht geschickt, die bestaetigt, dass ihr unseren Blog abonnieren wollt. Um das Ganze abzuschliessen, klickt bitte auf den in die Email enthaltenen Link. 
Geschafft! Ab jetzt werdet ihr sofort ueber neue Eintraege per Email benachrichtigt.

Bitte habt keine Angst, man meldet sich dort wirklich nur fuer unseren Blog an und es besteht keine Gefahr - nur die einmalige Chance, uns noch hautnaher zu erleben :)

(Wir haben unsere vereinten Wissenschaftlerkraefte gebraucht, um das zum Laufen zu bringen)


Dieses Wochenende haben wir im Zeichen unserer alten Heimat begangen.

Schon seit unserer ersten Einladung zu einem amerikanischen Grillabend wollten wir gerne einen Grill haben. Ich habe tatsaechlich noch nie in meinem Leben einen Grill besessen oder in einem Haushalt gewohnt, der einen Grill besass. Und so war es zwar ein Wunsch, aber kein ganz dringender, und ein bisschen dekadent schien es mir auch - ein eigener Grill.

Am Freitag Abend kamen mal wieder Grillduefte von allen Seiten in unseren Garten gezogen, und wir beschlossen: Dieses Wochenende sollte es soweit sein!

Wenn schon Grill, dann richtig.

Nun kauft ein Amerikaner nicht einfach nur einen Grill. Zuerst muss man die schwere Entscheidung zwischen Gas- und Holzkohlegrill faellen (Gasgrill in unserem Fall), und dann aus den vielen Dutzend Variationen den passenden auswaehlen.
Amerikaner moegen bekanntlich alles etwas groesser, und so ist es auch bei Grills (Grillen?).

Doppelstockgrill.

Der in Deutschland bekannte kreisrunde Grill wird hier nur zum Campen mitgenommen, fuer die Nutzung zu Hause muss mindestens etwas Zweistoeckiges her. Im Baumarkt diskutierten wir also ueber Grillparameter wie BTU ("Das ist sowas wie Waerme", erklaerte der Mitarbeiter), Grilloberflaeche und Deckelwoelbung.

Grillmeister mit Grill.

Schliesslich entschieden wir uns fuer ein Basismodell ("Ganz gut, wenn man nicht vorhat, viele Leute einzuladen") mit zwei Schornsteinen, eingebautem Thermometer, zwei Stockwerken und einer Kochplatte neben der eigentlichen Grillflaeche. "Dort kann man auch zum Fruehstueck Speck braten, wenn man das Haus nicht so einduensten will!"


Improvisierter Gartentisch aus dem Grillkarton.

Rein zufaellig herumliegende Hunde - sie spekulieren nicht darauf, etwas abzukriegen, nein nein...

 Nach dem ausgiebigen Angrillen gestern Abend hatten wir dann heute genuegend Kraft, um uns dem naechsten Programmpunkt des thueringerschen Wochenendes zu widmen: einer Wanderung im Mischwald.


SO. VIEL. WALD.

Wir fahren immer sehr gerne auf die Ostseite der Berge, aber im Hochsommer ist es besonders wohltuend - 20 Grad Celsius weniger als bei uns waren es dort!

Mir ist kaelter, als es aussieht.

Leider konnte aufgrund des bewoelkten Himmels Pauls Solarkraftwerk nicht funktionieren ("Ich brauche neue Energie. Energie kann nur von der Sonne in mich reinkommen, wenn die Sonne nicht scheint, gibt es keine Energie fuer mich!") und so war es eher ein kurzer Spaziergang als eine lange Wanderung.



Dennoch haben wir uns alle gefreut, endlich mal wieder frieren zu koennen, und als potentieller Wohnort der Zukunft kommen die Bergdoerfer fuer uns definitiv in Frage (wir sind ja so wenig umgezogen in letzter Zeit ;))

Drache/Dinosaurier/Kroete/Stachel-Eidechse ohne Schwanz?

Liebe Gruesse!

Samstag, 26. Juli 2014

Die Evolution der Gutenacht-Geschichte

Als Paul erst ein paar Wochen alt war, nahmen wir ihn mit zu unserem Chor. Was sein Schlaflied waere, wollte man dort wissen, dann koennte es auf dem Fluegel fuer ihn gespielt werden. Er habe keins, antworteten wir, und bekamen allseits entsetzte Blicke, die zeigten, dass es an Vernachlaessigung grenzte, keine kulturelle Untermalung des Einschlafens zu leisten.


Bis vor etwa einem Jahr gab es fuer unser Kind keine Gutenacht-Geschichte. Paul hatte einfach nie danach gefragt, und da wir nicht das Gefuehl hatten, dass er zu wenig Zuwendung, zu wenige Geschichten oder zu wenig Zeit mit uns bekam, boten wir sie nicht an.

Irgendwie aenderte sich das. Wie auch bei anderen Evolutionen weiss niemand mehr genau wann, warum und wie. Auf einmal war die Gutenacht-Geschichte da, sie war kurz, schmerzlos und nett.
Und sie war, das, was man eben so macht, ne?
Meistens wollte Paul eine von uns erfundene Caillou-Geschichte (das ist quasi die maennliche Heidi des 21. Jahrhunderts), die am besten genauso seicht und inhaltslos sein sollte wie das Original.
Kein Problem, machten wir gerne.

Ganz schleichend, und wieder ist nicht ganz klar, warum und durch wen, kam eine zweite Geschichte dazu. In einem letzten kleinen Erziehungstriumph konnten wir durchsetzen, dass die zweite kuerzer sein sollte als die erste.
Ab nun gab es also die Lange und die Kurze.

Wir erzaehlten froehlich lange und kurze Geschichten, deren Inhalt sich von Woche zu Woche aenderte. Neben Superhelden, Astronauten und Mickey Mouse gab es eine besonders bizarre Phase, in der Paul verlangte, dass ich die Erlebnisse seines Tages exakt nacherzaehle, allerdings mit Caillou in der Hauptrolle. Dabei freute er sich zuweilen diebisch, wenn Caillou-Paul hinfiel oder kein Eis erlaubt bekam - Schadenfreude mal andersrum?

Eines Tages wollte er gerne mit Christian bei der Langen auf dem Bett kaempfen. Klar, warum nicht. Bei der Kurzen dann auch. Ja, in Ordnung.

Das Kaempfen wurde im Laufe der Zeit zu "Aktivitaet xy". Ob er als Lange mit uns auf der Treppe Ball spielen koenne? Und als Kurze dann ein kleines Buch vorgelesen bekommt? Ja, das ging wohl auch.
Als Lange noch eine Runde Laufrad fahren? Als Kurze noch schnell weiter in der Garage bauen?

Unser Kind fuehrte ein erstaunlich praezises und erfolgreiches Verhaltenstraining mit uns durch.
Wir merkten das, und laengere Ueberlegungen fuehrten uns an die philosophischen und logischen Grenzen der Gutenacht-Geschichten-Definition: Wann ist eine Geschichte ueberhaupt eine Geschichte? Ist eine Geschichte keine Geschichte mehr, wenn man nebenbei Ball spielt? Ist lang und kurz nicht nur eine Frage der relativen, statt der absoluten Dauer? Wieso um Himmels Willen ist es gesellschaftlicher Standard, seinem Kind eine Gutenacht-Geschichte zu bieten?
Heisst es eigentlich Gute-Nachtgeschichte (mit Augenmerk auf einem guten Gefuehl) oder Gute-Nacht-Geschichte (mit Betonung auf die spaete Stunde) oder Gute-Nacht-Geschichte?

Eine gute Nacht hatten wir Eltern schon lange nicht mehr, eher einen endlosen Kinderunterhaltungsabend.
Eines Abends war Paul um 22.15 Uhr endlich eingeschlafen, nachdem die Lange ein 45-minuetiges Frisbee-Spiel im Garten und die Kurze das Vorlesen zweier Buecher gewesen war, und ich entschied, dass es nach zu viel Aufwand klang, nochmal aufzustehen, um mich selbst zu unterhalten.



Erschoepft schlief ich ein, und dachte, dass es eigentlich voellig in Ordnung waere, wenn mich andere fuer eine nicht-singende, nicht-erzaehlende, vernachlaessigende Rabenmutter halten.

Montag, 7. Juli 2014

Viele Bilder

Es gab schon Anfragen, wann der naechste Eintrag hier kommt, zurecht, denn der letzte ist (schon wieder!) einen Monat her.
Christian war in der Zwischenzeit fuer 2 Wochen in Deutschland und der Schweiz und durch die konstante Kinderbetreuung war mein Mitteilungsbeduerfnis dermassen erschoepft, dass ich weder Mails, noch Blogeintraege oder Briefe geschrieben habe - sondern schamlos jede freie Minute ohne Kommuniaktion genossen habe.

--

Es hatte nicht sein sollen, denn nach diesem Absatz gab es einen Stromausfall.
Nun also schon wieder einige Tage spaeter, will ich diesen Eintrag endlich abschicken.
Ohne viel weiteres Blabla nun einige Bilder aus den letzten Wochen:

Sich schaemender Hund. Er zerstoert immer noch mit Vorliebe Klopapierrollen...

Gartenwaesserung! Im Moment puenktlich alle zwei Wochen.

Aehnliches Lachen...

... und aehnliche Zungentalente!

Ausflug am Fluss.

Christian mit Pauls Vatertagsgeschenkt: einer selbst gemachten Pizza.

Stellvertretend fuer die zwanzig anderen Sachen, die ich genaeht habe...

Zirkushund!

Einige ziemlich willkuerliche Bilder von Kueche und Wohnzimmer.




Von Christian mitgebracht: ein Werbeshirt einer Quantencomputerfirma.
Wenn ihr ein Physiker seid, ist das ziemlich lustig.

Schlage, die im Huehnerstall aufgetaucht ist.



Aus Pauls Fotoreihe "Lego-Stilleben".

Liebe Gruesse!